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Kulturtipp: Oper für alle

 

 

 

Weltklasse-Klassik in Rosenheim

Die Altmeister Verdi und Puccini und dazu die Starsolisten Sonya Yoncheva und Freddie de Tommaso. Wenn die Bayerische Staatsoper am 16. September mit der „Oper für alle“ ihre Spielzeit 2022 / 2023 in Rosenheim eröffnet, heißt es klotzen und nicht kleckern. Kein Wunder, dass die 5000 kostenlosen Eintrittskarten innerhalb weniger Tage vergriffen waren. Ein solch kulturelles Großereignis im Mangfallpark Süd unter freiem Himmel erfordert eine akribische Planung. Im Rosenheimer Kulturamt ist dafür Bianca Skotner als Koordinatorin verantwortlich und rosenheim.jetzt hat sie getroffen. Frau Skotner, wie kam es dazu, dass die Bayerische Staatsoper in Rosenheim spielt?

Die Bayerische Staatsoper verfolgt seit 2021 das Konzept, ihr Open-Air-Konzert zur Spielzeiteröffnung der bewährten Reihe „Oper für alle“ in die bayerischen Kommunen zu tragen und damit noch mehr Menschen zugänglich zu machen. Ganz nach dem Motto: höchste künstlerische Qualität für eine breite Öffentlichkeit. Anfang dieses Jahres ist die Staatsoper auf die Stadt mit einer entsprechenden Anfrage zugekommen. Auf dem Gelände des Mangfallparks Süd können wir das Klassik-Open-Air nun gemeinsam am 16. September verwirklichen.

 

Die Bayerische Staatsoper spielt im Mangfallpark

Welche Vorgaben gibt es seitens der Staatsoper, die die Stadt Rosenheim erfüllen muss?

Die Staatsoper war zunächst auf der Suche nach einer geeigneten Veranstaltungsfläche, auf der die Bühne für etwa 100 Musikerinnen und Musiker Platz finden und ein Publikum mit 5.000 Menschen fassen kann. Auch die stimmungsvolle Atmosphäre darf nicht zu kurz kommen. Außerdem müssen natürlich sämtliche behördliche Auflagen wie beispielsweise der Brandschutz erfüllt werden und künstlerische Aspekte wie die Umgebungslautstärke Beachtung finden. All das kann der Mangfallpark in Rosenheim als wunderbare Veranstaltungsfläche mit ihrem einzigartigen Flair bieten. Als die Entscheidung für Rosenheim gefallen war, konnten die Verantwortlichen der Staatsoper und der Stadt alle Planungen gemeinsam Schritt für Schritt weiterverfolgen. Ohne die großartige Unterstützung und Zusammenarbeit von unterschiedlichen Stellen in Rosenheim wäre die Realisierung aber nicht möglich gewesen.

Was erwartet die Zuschauer am 16. September?

Am Freitag, den 16. September erwartet die Zuschauer in sommerlicher Atmosphäre samt Picknick-Flair ein hochkarätiges Klassik-Open-Air, das so bisher noch nicht in Rosenheim zu erleben war. Das Gelände selbst ist dabei aufgeteilt: Neben einem unbestuhlten Sitzplatzbereich vorne gibt es im hinteren Teil einen Stehplatzbereich, um möglichst vielen Menschen den Zugang gewähren zu können. Von 19 bis 21 Uhr werden die Solisten Sonya Yoncheva und Freddie de Tommaso gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsorchester unter der Leitung des Ersten Gastdirigenten Daniele Rustioni die neue Spielzeit der Staatsoper eröffnen. Sonya Yoncheva ist eine vielfach ausgezeichnete Starsopranistin, die regelmäßig auf den größten internationalen Bühnen zu erleben ist, wie der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera in New York, dem Londoner Royal Opera House oder der Wiener Staatsoper. Der Tenor Freddie de Tommaso ist Ensemble-Mitglied der Wiener Staatsoper, Gewinner des Plácido-Domingo-Tenor-Preises und des Verdi-Preis beim Viñas Gesangswettbewerb in Barcelona.

Oper für alle in Ansbach 2021, © W. Hösl

Wie hoch bewerten Sie den kulturellen Stellenwert für die Stadt Rosenheim durch das Gastspiel der Bayerischen Staatsoper?

Rosenheim hat ein vielseitiges Kulturangebot mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Ein Klassik-Open-Air im Mangfallpark in dieser Größenordnung zählte bisher noch nicht dazu. Daher ist es wunderbar, die Anfrage der Bayerischen Staatsoper bei uns gemeinsam verwirklichen zu können und dank der überregionalen Strahlkraft der Veranstaltung Rosenheim als Kulturort zu stärken. Oberbürgermeister März unterstützte die Idee von Beginn an begeistert und stand mit Staatsintendant Serge Dorny früh im Austausch.

Herzlichen Dank, Frau Skotner.

 

 

Leider sind bereits alle 5000 Karten vergeben worden. Das Konzert wird von der Bayerischen Staatsoper allerdings im Livestream übertragen.

Bild im Header: Oper für alle in Ansbach 2021, © W. Hösl

Die Stadt Rosenheim dankt Marc O’Polo, Schattdecor, WEKO, den Stadtwerken Rosenheim und allen weiteren Unterstützern und Förderern für die gemeinsame Realisierung der Veranstaltung!