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Konzept: 
Lebenswerte Stadt Rosenheim

 

Gesundheit und hohe Lebensqualität in Rosenheim

Die Stadt Rosenheim hat viel zu bieten: Sie ist Ausstellungs- und Messestadt, sie ist innovatives Holzzentrum, sie ist Standort für alle Arten von Dienstleistungen und sie ist führend im Gesundheitsbereich. Bei der Ärzteverteilung pro Einwohner liegt Rosenheim deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Jetzt soll das Profil der gesunden Stadt Rosenheim mit allen Facetten weiter geschärft werden. Ein Kopf hinter dem Konzept ist Prof. Dr. Dieter Benatzky. 

Herr Benatzky, welchen Nutzen hätte ein Profil mit dem Fokus auf Gesundheit für Rosenheim?

Der Nutzen steht im Mittelpunkt einer sinnvollen und erfolgreichen Profilbildung. Gesundheit ist ja zunächst keine medizinisch-therapeutische Angelegenheit, sondern ein zentrales Lebensziel für alle Lebensbereiche. Gesundheit ist bekanntlich nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. In diesem Sinne bedeutet Gesundheit vor allem Lebensqualität für die Rosenheimer. Hieran sehen wir, dass die Anforderungen an eine Gesundheitsstadt Rosenheim wirklich umfassend sind und dass die Menschen in der Tat im Mittelpunkt stehen.

Die Stadt Rosenheim wünscht sich von der Profilierung als Gesundheitsstadt eine weitere Erhöhung ihrer Attraktivität in den Augen der Rosenheimer und insbesondere der Menschen in der engeren und weiteren Umgebung. Dies kommt dann indirekt auch wieder den Rosenheimern zugute.

Wenn das Ansehen der Stadt Rosenheim weiter steigt, dann entscheiden sich begehrte Fachkräfte und zum Beispiel auch Ärzte und Pflegepersonal bei einem Stellenwechsel für Rosenheim. Ebenso werden Investitionsentscheidungen eher für Rosenheim gefällt. Im Sinne eines qualitativen Wachstums hat die Stadt gute Chancen, Unternehmen in Rosenheim anzusiedeln, welche nachhaltige, innovative Arbeitsplätze schaffen.

Was beinhaltet das Konzept? Geht es über die rein medizinische Versorgung hinaus?

Nur ein klares und eindeutiges Profil hat heute in unserem Medienzeitalter mit der ungeheuren Informationsflut eine Chance, von den Menschen wahrgenommen zu werden. Eine Profilbildung muss erlebbar und authentisch sein.

Die Stadt Rosenheim ist nicht nur mit Fachärzten sehr gut versorgt, sondern sie hat vor allem eine in Deutschland einmalig hohe Dichte an Klinikbetten. Noch interessanter ist die Tatsache, dass sich die Rosenheimer selbst wesentlich gesunder fühlen als die Menschen im Bundesdurchschnitt. Und auch über Gesundheit fühlen sie sich besser informiert als der Durchschnitt der Bundesbürger (Quellen: Statistisches Bundesamt, Prognos, Befragung der TH Rosenheim).

Hinzu kommt, und das dürfen wir nicht vergessen, dass einer der großen Megatrends die Gesundheit ist. Hierzu gehören auch die Ökologie, die Nachhaltigkeit und das gesunde Leben für alle Lebensalter. Dies alles zeigt, dass Rosenheim bereits eine Gesundheitsstadt ist. Jetzt kommt es darauf an, dieses Profil weiter mit Leben zu erfüllen und nach innen und außen bekannt zu machen.

Die Rosenheimer sind offen für ein gesundes Leben. Wir möchten ihnen hierzu noch mehr Informationen geben. Dazu gehören Tipps für kalorienarme Ernährung, für Fitness und Bewegung sowie für Schönheit und Schonung der Umwelt. Auch für die einsamen älteren Personen wird es Angebote für Gespräche und Unterhaltung geben.

Und dann sind praktische Bewegungs- und Fitnessangebote für die verschiedenen Personenkreise vorgesehen. Wichtig ist uns hierbei, die Hemmschwelle für das Mitmachen möglichst niedrig zu halten. Jeder soll die Möglichkeit erhalten, im Rahmen von Vereinen und auch ohne Verein etwas für seine Gesundheit zu tun und dabei Spaß zu haben.

Gesundheit ist eine Lebenseinstellung, und wir möchten dazu beitragen, dass alle Rosenheimer von dieser Einstellung erfasst werden.

Ein solches Profil muss ja gepflegt und erweitert werden. Welche Herausforderungen bringt das mit und wie kann sich die Stadt Rosenheim künftig in diesen Bereichen noch besser aufstellen?

Die Entwicklung zur Gesundheitsstadt wird ein fortdauernder Prozess sein. Erfreulicher Weise betreut die Stadt Rosenheim bereits eine stattliche Anzahl von Projekten, bei denen es direkt oder indirekt um Gesundheit geht. Diese Projekte werden ausgebaut, zusammengefasst und bekannt gemacht.

Dann wird es völlig neue Bewegungs- und Fitnessangebote für alle geben, die möglichst im öffentlichen Raum stattfinden. Hier wird Gesundheit erlebbar. Und natürlich gibt es viel Arbeit, alle Informationskanäle zu nutzen, um alles über gesundes Leben zu berichten.

Schließlich müssen Menschen gewonnen werden, die bereit sind, sich als ‚Gesundheits-Coach‘ in den Dienst einer guten Sache stellen. Dies sind wirkliche Herausforderungen, die sich lohnen und die schließlich nach einiger Zeit zu einer Eigendynamik führen werden. Wir sind davon überzeugt, dass aktives, gesundes Leben in einer Gesundheitsstadt ansteckend sein wird.
 

Herr Benatzky, vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg bei der Umsetzung.