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Kulturtipp: La Belle Époque

 

 

 

Den Zauber des Jugendstils...

zeigt derzeit die Städtische Galerie. 

Schwärmerisch blickte man nach dem 1. Weltkrieg zurück auf die Zeit des ausgehenden  19. Jahrhunderts und frühen 20. Jahrhunderts und erklärte sie nachträglich zur „Belle Époque“ – zur „schönen Epoche“. Getragen vom technischen Fortschritt in allen Lebensbereichen, wuchs der Wohlstand des Bürgertums. Die neue materielle Sicherheit und allgemeine Aufbruchsstimmung schlug sich auch in der Kunst nieder, die von glanzvoller Eleganz und Sinnlichkeit durchzogen war und in Deutschland als Jugendstil bezeichnet wurde.

Die Ausstellung „La Belle Époque – Zauber des Jugendstils“, die vom 16. Dezember 2021 bis zum 1. Mai 2022 in der Städtischen Galerie Rosenheim zu sehen ist, führt zurück in die Ästhetik der damaligen Zeit und präsentiert international bekannte, aber auch regionale Werke des Jugendstils. 

Rosenheim erlebte in der Hochphase der „Belle Époque“ einen enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Kulturinstitutionen wurden gegründet, ambitionierte Bauprojekte veränderten das Stadtbild, eine öffentliche Kunstsammlung wurde eingerichtet. Rosenheim, Chiemgau und Inntal standen für Impulse aus den großen Kunstzentren Wien und München offen, was zur vergleichsweise frühen Etablierung des Jugendstils in der Region führte.

 

Leo Putz, „Geburtstagstorte mit Kerzen“, Aquarell, Eintrag im Gästebuch (Band 3) des Schlosses Neubeuern, 11. Februar 1896, Abbildung © Schloss Neubeuern
Franz von Stuck, „Medusa“, Fächerelement (Detail), Öl/Holz/Pappe, 1902, Städtische Galerie Rosenheim (Inv. Nr. 380), Foto © Martin Weiand
JUGEND, Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben, 1898, Nr. 51, Privatbesitz München, Foto © Marianne Franke
Henri Vever, Schmuckkamm, Gold und Horn, Blätter in grünem Email, um 1901, Privatbesitz München, Foto © Marianne Franke
Josef August Behringer, Ex libris „Anna Croissant Rust“, um 1900

Bild im Header: JUGEND, Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben, 1898, Nr. 51, Privatbesitz München, Foto © Marianne Franke

Fotos: Martin Weiand