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Der Rosenheimer Weg

 

Elisabeth-Block-Platz und Erinnerungsschleife eingeweiht

An der Städtischen Mädchenrealschule Rosenheim ist das erste Gedenkband für die Opfer des NS-Terrors im Rahmen des „Rosenheimer Wegs“ enthüllt worden. Zeitgleich wurde der „Elisabeth-Block-Platz“ eingeweiht, die neue Anschrift der Mädchenrealschule.

 

„Möge das lebendige Gedenken an die Vergangenheit eine friedvolle Gegenwart und Zukunft schaffen“, sagte der 2. Bürgermeister Daniel Artmann. Artmann vertrat Oberbürgermeister Andreas März, der mit dem bayerischen Städtetag in dessen Europabüro in Brüssel tagte. März ließ seine Grüße ausrichten: „Der Rosenheimer Weg ist ein würdiges Gedenken an die Opfer eines Schreckens, der vor unseren Haustüren hier in unserer Stadt Rosenheimerinnen und Rosenheimer des Lebens beraubt hat. Es ist unsere Pflicht, den Naziterror nicht zu vergessen und dafür zu sorgen, dass er sich niemals wiederholen kann.“

 

Mit der Installation des Möbiusbandes – dem endlos wirkenden Gedenkband der Künstlerin Christiane Huber – wurde das erste Element des Rosenheimer Wegs für eine gelebte Erinnerungskultur installiert. Das Gedenkband wurde um einen Baum geschlungen und soll mit dem Baum mitwachsen. Analog dazu soll auch die Erinnerungskultur in Rosenheim mit der Installation weiterer Gedenkschleifen wachsen.

Nach intensiver Auseinandersetzung mitsamt Künstlerwettbewerb hatte sich der Rosenheimer Stadtrat Anfang September 2022 für das Kunstwerk von Christiane Huber als Erinnerungszeichen für Rosenheim entschieden.

 

Elisabeth Block war Schülerin der Mädchenrealschule. Historische Beachtung fand ihr Schicksal aufgrund zahlreicher Tagebucheinträge, die am 08. März 1942 abrupt endeten. Elisabeth Block wurde mit 19 Jahren aufgrund ihrer jüdischen Herkunft ermordet.